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Dreizack und Klappscheinwerfer aus der 70-er Jahre

Wussten Sie, dass Maserati sieben Jahre lang im Besitz von Citroën war? Der französische Automobilhersteller kaufte es 1968 und blieb sieben Jahre lang Eigentümer von Maserati, bis der Argentinier Alejandro de Tomaso die Marke übernahm. Maserati hat immer schöne und schnelle Autos produziert, aber bis Anfang der 70-er Jahre konnten ihre Autos mit starrer Hinterachse nicht immer mit der Konkurrenz mithalten, die schon eine Einzelradaufhängung an der Hinterachse verwendete. Die Situation änderte sich schlagartig, als sie am 11. März 1971 auf dem Genfer Autosalon ihren ersten Mittelmotor-Sportwagen vorstellen. Bei diesem Supersportwagen wurde hinter den Sitzen ein 4,7-Liter-V8-Mittelmotor mit 310 PS und 460 Nm Drehmoment verbaut. Im Maserati Bora sorgten vier doppelhalsige Weber 42 DCNF-Vergaser für die Kraftstoffversorgung des Motors. Die Tatsache, dass der Tank 100 Liter groß war, sagt viel über den Verbrauch aus. 



Warum ist der Mittelmotor so besonders?

Durch den Mittelmotor wurde eine fast gleichmäßige Gewichtsverteilung auf Vorder- und Hinterachse erleichtert und ein geringes Massenträgheitsmoment um die Fahrzeughochachse erreicht. Im Jahr 1966 stellte Lamborghini als erster ein Auto mit Mittelmotor her. Der berühmte Miura war das Modell, in dem es vorgestellt wurde. Bis dahin wurde dies nur in Rennwagen eingesetzt. Der Maserati Bora, der unter der Werksbezeichnung Tipo 117 lief, erbte nur wenige Stilelemente von seinem Vorgänger, dem Ghibli. Für die Stahlkarosserie mit einem Radstand von 2.600 mm, einer Länge von 4,33 Metern, einer Breite von 1,76 und einer Höhe von nur 1,13 Metern benutzte Giugiaro eines cleveren Tricks: Er ließ den Aufbau ungebaut mit dünnen Stützelementen hinter der Kabine, dem verglasten Teil oben fungierte der V8 als Gepäckraum. Für den Maserati Bora war ein Fünfgang-Schaltgetriebe erhältlich. Dieser Sportwagen beschleunigte sich in 6,8 Sekunden von 0 auf 100 und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h.


Wer hat diesen stromlinienförmigen Sportwagen mit Klappscheinwerfer entworfen?

Giorgetto Giugiaro war für das Äußere dieses Sportauto zuständig, der mit einfachen, eleganten Linien ein zweisitziges Coupe schuf. Italdesign war für die Entwicklung des Fahrzeugs verantwortlich, wobei Giulio Alfieri der Chefingenieur war, der das Hydrauliksystem von Citroën für die Betätigung der Bremsen, Klappscheinwerfer, Sitz- und Pedalverstellung nutzte. Deshalb funktionierte die Bedienung der Schlafaugen so reibungslos. Dem damaligen Stand der Lichttechnik entsprechend handelte es sich bei diesen Scheinwerfern um Halogenscheinwerfer. Daran war nichts Besonderes.


Welche Scheinwerfer hat der Maserati Bora bekommen?

Neuartig waren in den Kotflügeln versteckte Klappscheinwerfer, die beim Maserati Bora zum Einsatz kamen. Die Schlafaugen wurden aufgrund des besseren Luftwiderstands in der Front des Coupes eingebaut. Im versenkten Zustand  wirkten sie sich sehr positiv auf die aerodynamischen Eigenschaften der Bora aus. Diese Art von Scheinwerfer wurden vor allem in Sportwagen eingesetzt, bei denen das keilförmige Design besonders wichtig war. Der Frontgrill besaß noch zwei rechteckige Lüftungsschlitze und einen zentralen Dreizack. Die Klappscheinwerfer waren jedoch nicht die einzige Neuheit im Auto. Das Getriebe war ein Fünfgang-Einzelscheiben Getriebe mit Trockenkupplung, Scheibenbremsen verlangsamen die Geschwindigkeit und Teleskopstoßdämpfer sorgen für ausreichend Traktion. Eine Weltneuheit war auch die auf eine Länge von 76 mm einstellbare Pedalposition, die das Einstellen der idealen Fahrposition erleichterte.  


Welche Arten von Klappscheinwerfer gibt es? 

Unter dem Klappscheinwerfer, die auch Schlafaugen genannt wird, versteht man ein Scheinwerferdesign, das im ausgeschalteten Zustand mit der Fahrzeugkarosserie verschmilzt. Grundsätzlich lassen sich diese Scheinwerfer nach dem Bewegungsprinzip in zwei Hauptgruppen einteilen. Zur ersten Gruppe gehören in die Fahrzeugkarosserie eingebaute Lichtsignaturen, die im ausgeschalteten Zustand versenkt sind, während zur zweiten Gruppe gehören solche Scheinwerfer, die sich in einer festen Position befinden und hinter einer beweglichen Abdeckplatte verdeckt sind. Die erste Variation war die häufigste. Bei Maserati Bora war auch so eine Klappscheinwerfer eingebaut. 


Was müssen wir tun, wenn der Reflektor des Maserati Bora matt wird?

Zwischen 1971 und 1978 wurden 564 Boras produziert. Wie bereits erwähnt, war das Bewegen der Klappscheinwerfer kein Problem. Aber im Laufe der Jahre ist die Helligkeit der Scheinwerfer schwächer geworden. Wenn wir also mit einem solchen Problem konfrontiert sind, sollten wir uns an die Spezialisten der Reflektorklinik wenden, die die Neuverspiegelung des Reflektors schnell und professionell durchführen.


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