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Der Chevrolet Chevelle SS und seine vier Scheinwerfer

In den 1970er-Jahren rasten amerikanische Muscle-Cars wie wahre Wunder über die amerikanischen Landstraßen, denn Kraft, Design und sportliches Erscheinungsbild begeisterten alle Autofans. Eine der Ikonen dieser Ära war der Chevrolet Chevelle SS (Super Sport), der auf den ersten Blick zur Spitze der damaligen amerikanischen Automobilproduktion zählte. Die Chevelle Super Sport wurde zur eigenen Unterserie mit den Nummern 137 / 138 und war als Cabriolet und Hardtop-Coupé mit zwei Türen erhältlich. Die mit einem 7439 cm³ V8-Motor ausgestattete Ikone war nicht nur von außen schön, auch der Motorraum hatte viele Fans. Die L34-Version leistete 350, der L78 375, der LS5 360 und der LS6 450 PS.



Was den Chevelle SS so besonders machte?

Das dünne, klassisch gestaltete Lenkrad, das robuste und modern aussehende Armaturenbrett, die wunderschöne Ledersitze, die stromlinienförmigen Formen, der verchromte Kühlergrill und die vier runden Scheinwerfer trugen dazu bei, dass sich Tausende von Menschen für dieses erstklassige Muscle-Car entschieden. Die Rücklichtlampen der Chevelle SS waren größer und vertikaler und flossen in die Seitenverkleidungen, als an den Vorgängermodellen. Dieses Auto war in 15 Farben erhältlich, wobei die Lieblingsfarben Rot und Schwarz waren. Der Chevrolet Chevelle SS war nicht nur ein Muscle-Car, sondern auch eine Verkörperung des American Way of Life, denn in den 1970er Jahren war es ein besonderes Erlebnis, mit diesem Auto über lange, endlose Straßen zu fahren.


Was für Scheinwerfer hatte die Chevelle SS?

In den USA und Japan dominierten jahrzehntelang die 1939 eingeführten standardisierten „Sealed Beam“-Scheinwerfer, was im Englischen wörtlich versiegelter Lichtstrahl bedeutet. Hierbei handelt es sich um Scheinwerfer Konstruktionen, deren Komponenten, also das optische System aus Glas oder Polycarbonat, der parabolische Reflektorspiegel und die Lichtquelle, die aus einer Ein- oder Zweifaden-Glühlampe oder einer Halogenlampe besteht, eine untrennbare Einheit, die nicht zerlegt werden kann, ohne die Lampe völlig unbrauchbar zu machen. Wie der Name schon sagt, bildete der zusammengepresste Scheinwerfer ein isoliertes, geschlossenes System. Die Seele dieses Scheinwerfer Typs war der parabolische Aluminiumspiegelreflektor. Aufgrund ihres Herstellungsprinzips waren sie auch nicht zerlegbar, so dass nach dem Durchbrennen des Glühfadens die komplette Lampe weggeworfen und ersetzt werden musste. Aufgrund ihres einfachen Aufbaus waren sie jedoch einfach herzustellen und deutlich günstiger als herkömmliche Scheinwerfer mit austauschbaren Glühlampen. Ihr verpflichtender Einsatz auf dem amerikanischen Markt war bis Mitte der Achtzigerjahre einer Regelung unterworfen, so dass die große Stückzahl der produzierten Einheiten auch zu einem günstigeren Preis führte.

Natürlich wurden nach ihrer Verbreitung auch Halogen-Lichtquellen in Pressglaskolben (SBH) eingesetzt, allerdings erst sehr spät, Ende der 70er Jahre. Da Chevrolet dieses Modell bis 1977 produzierte, verfügte der Chevelle nur über herkömmliche Glühbirnen.Obwohl Anfang der sechziger Jahre in Europa die ersten Scheinwerfer mit austauschbaren Halogenlampen auf den Markt kamen, war deren Verwendung in Amerika aufgrund des gepressten Lampendesigns verboten. Aufgrund der zuvor besprochenen vorteilhaften Eigenschaften wurden herkömmliche Glühlampen nach ihrer Zulassung schnell aus dem Markt für Scheinwerfer Beleuchtung verdrängt.


Welche Größe hatten die runden Scheinwerfer beim Chevelle SS?

Anfangs betrug der Durchmesser der gepressten runden Scheinwerfer einheitlich 178 mm, also 7 Zoll, und in Amerika konnten Automobilhersteller von 1939 bis 1957 nur Lampen dieses Formats in ihre Pkw einbauen. Später waren auch andere Scheinwerfer in Standardgröße zugelassen, zunächst im Jahr 1957 in der kleineren Bauform, ausschließlich mit vier Scheinwerfern, Abblend- und Fernlicht Paar, im Format 146 mm, also 5 ¾ Zoll Durchmesser. Dasselbe war bei der Chevelle-SS der Fall. Das bei amerikanischen Pkw-Modellen obligatorische Scheinwerferdesign war ein Albtraum für die Konstrukteure und seine Ablösung konnte erst viel später erfolgen. Ab 1974, als die quadratisch geformten Scheinwerfer-Designs, die es auch in zwei Größenvarianten gab, erlaubt wurden.


Scheinwerfer von US Sealed Beam zum Umrüsten auf EU Standard ist möglich?

Selbstverständlich werden die Mitarbeiter der Reflektorklinik alle notwendigen Umbauten durchführen, sodass wir für die Umrüsten lediglich nur eine Genehmigung einholen müssen. Es werden zweimal H4 Abblendlichte (60/55 W) mit Standlicht (5 W) und zweimal H4 Zusatzscheinwerfer eingebaut. So wird die Chevelle auf Straßen von Europa auch voll funktionsfähig sein.


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