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Warum waren Parabolscheinwerfer so revolutionär?

Die ersten Scheinwerfer hatten historisch gesehen ein Parabolspiegel-System und galten viele Jahrzehnte als die einzigen auf dem Gebiet der Scheinwerfertechnik. Viele moderne Projektionslinsen-Systeme mit vorteilhafteren Eigenschaften erschienen erst viel später. Ende der 1980er Jahre ermöglichten die sich rasant entwickelnde Produktionstechnologie und die Entwicklung der Computertechnik das Softwaredesign und die Herstellung komplexer reflektierender Oberflächen, sodass moderne optische Elemente mit hervorragendem Wirkungsgrad für einzigartige Scheinwerfer Körperformen hergestellt werden konnten. Dazu gehören Freiformreflektoren, die heute auch in FF- und Super-DE-Scheinwerfer Systemen weit verbreitet sind.



Scheinwerfer mit parabolischem Reflexionssystem sind die wahren Klassiker

Diese Technologie wird am längsten in der Fahrzeugtechnik eingesetzt. Schon früh, 1915, erschienen die ersten Versionen mit gedimmter Lichtstärkeverteilung. Was macht die Form dieses Scheinwerfers parabolisch? Die Oberfläche des Reflektors Spiegels bei diesem Typ kann bestimmt werden, indem eine regelmäßige Parabel um ihre eigene Achse gedreht wird. Sie wurden zunächst aus Stahl und später mit der Entwicklung der Produktionstechnologie aus spritzgegossenem Kunststoff hergestellt. Eine reflektierende Schicht, daher eine Alu-Bedampfung auf die Oberfläche des Reflektors aufgedampft.


Funktionsprinzip von Parabolscheinwerfer

Das Funktionsprinzip dieser Art von Scheinwerfern basiert auf den charakteristischen optischen Eigenschaften von Parabolspiegeln, wonach die Oberfläche des Spiegels Lichtstrahlen, die von einem Brennpunkt ausgehen, parallel zum anderen Brennpunkt reflektiert, der im Unendlichen liegt. Demnach verlaufen die reflektierten Strahlen parallel zueinander, daher treffen sich die parallelen Strahlen im Unendlichen. Setzt man dieses Konzept in die Praxis um, indem man den Glühfaden der Lichtquelle im Brennpunkt des Parabolspiegels platziert, werden die nach oben abgestrahlten Lichtstrahlen von der Spiegeloberfläche reflektiert und setzen ihren Weg nach unten in Richtung Fahrbahn praktisch parallel fort, und sie tun dies alles, indem sie durch die optische Achse des Systems gehen.


Wie erzeugt dieser Scheinwerfertyp das Abblendlicht?

Damit das Abblendlicht jedoch den Vorschriften entspricht, müssen die gebündelten Parallelstrahlen an die richtige Stelle gelenkt werden. Diese Aufgabe wird mit Hilfe von optischen Strukturen gelöst, die auf der Oberfläche der Glasabdeckung der Scheinwerfer ausgebildet sind. Die geriffelte Oberfläche des Scheinwerferglases hat zwei optische Designs mit unterschiedlichen Funktionen. Im oberen und unteren Teil des Scheinwerfers streut die Rippe mit vertikaler Zylinderfläche die auf sie fallenden Strahlen seitlich, also horizontal, während sie in Höhe der optischen Achse das Licht in vertikaler Richtung mit bündeln kann eine prismatische Struktur auf der Fahrbahnoberfläche. So erzeugen die durchdachten Streuscheiben das Abblendlicht, das wichtige Fahrbahn Abschnitte ausreichend ausgeleuchtet und auch den Gegenverkehr nicht blendet.


Charakteristisch für diesen Reflektortyp ist, dass nur der obere Teil des Spiegels für die Erzeugung des Abblendlichts zuständig ist, daher werden die Strahlen von dieser Fläche reflektiert. Auf dem Glasvordach lenken die in diesem Bereich konzentrierten optischen Streuscheiben mit zylindrischem Profil sie auf die entsprechenden Straßenpartien. Diese scharfe Grenzlinie wird durch das Abschirmblech um die Lichtquelle, auch Lichtschild genannt, gebildet. Die überwiegende Mehrheit der durch Pressen hergestellten Scheinwerfer Körper sind parabolisch. Konstruktiv wurde er in Zwei- oder Vier-Scheinwerfer-Anlagen eingesetzt, sowohl in runder als auch in eckiger Ausführung. Sein größter Vorteil ist die einfache Herstellbarkeit und der damit verbundene niedrige Preis.


Nachteile von Parabolscheinwerfern

Die Konstruktion der Parabolspiegelscheinwerfer hat mehrere Nachteile. Der wichtigste davon ist der geringe Wirkungsgrad, der nur 26 % beträgt, was für eine ausreichende Sicht, also für einen sicheren Verkehr, völlig unzureichend war. Als Nachteile sind auch die aerodynamisch und nicht zuletzt designmäßig nicht vorteilhafte Form, die relativ großen Abmessungen und der daraus resultierende große Platzbedarf zu nennen. Als Lichtquelle diente zunächst eine herkömmliche Glühlampe, ab 1974 dann fast ausschließlich deren H4-Bilux-Halogen-Version. Heute gilt diese Technologie als veraltet und wird daher weniger genutzt.


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